Meine Essenz

(M)eine Essenz

DIE GRÖSSTE ALLER KÜNSTE IST DIE LEBENSKUNST

Ja, renn nur nach dem Glück
Doch renne nicht zu sehr!
Denn alle rennen nach dem Glück
Das Glück rennt hinterher.

Bertolt Brecht 1928

Ab und zu einmal langsam gehen, an halten, still halten, spüren was anklingt,
     sich Zeit geben,
         sich einholen,
              zu sich kommen,
                    bei sich sein und blieben…

Erschließe Dir den Sinn Deiner Existenz – werde der Du wirklich bist!
Du hast die Wahl, der Weg ist frei. Suche und finde in Deinem Herzen. Entdecke hier Deinen Wert und es wird zunehmend Wertvolles in Dein Leben fließen. Indem Dein „Selbst“ wahrhaftige Werte erhält, hört weitgehend das verkehrte Leben auf – der Zwang und Drang zu scheinen, wer und was Du nicht bist vergeht – neue, andere Kräfte tauchen auf. Du wirst Dir selbst – gerechter und richtiger, das Richten nimmt ab. Das Ende von Täuschung und Selbsttäuschung kommt in Sicht: Du erkennst eindeutig Verführung und Ablenkung, Du bemerkst, dass die generelle Ausrichtung auf Vorsprung den Fortschritt und das miteinander Sein behindert. Du gehst von Masse zu Klasse, Du findest Deine tragenden Wahrheiten, Du schätzt die Möglichkeiten der Stille… Du bist Dir deutlich weniger fremd, kannst Dich im Hier und Jetzt liebend annehmen. Du fühlst immer mehr wie Du gemeint bist, Dir gelingt tatsächlich Eigenmächtigkeit, Dankbarkeit und Vergebung wirken. Du musst nicht mehr ständig beschäftigt und unterhalten werden, das unbedingte, irgendetwas Haben müssen hat aufgehört, mühelos geschieht Dir Nützlichkeit, Glück und Freude sind Motivation. Nun bist Du bei Dir, hast Dich eingeholt, beinahe unbemerkt sind das Rennen und das Kämpfen vergangen, alles Künstliche ist abgegeben – Du ahnst, fühlst und spürst den Einklang im ewigen Vielklang:

ALLES IST EINS – ALLES IST MIT ALLEM VERBUNDEN

Du vertraust der Schöpfung und Dir ebenfalls im besten Sinn – das Tor zur Quelle steht immer offen…

Bitte sei und bleibe wachsam – lebe zum Wohle allen Seins.
Lebe – klar und bewusst auf Deine Weise – stets bedenkend, dass Du maßgeblich beteiligt bist an Freuden und auch Leiden – im Kleinen, wie im Großen…

Keinen verderben zu lassen, auch nicht sich selber,
jeden mit Glück zu erfüllen, auch sich, das
Ist gut.

Bertolt Brecht 1956
(geschrieben – wenige Wochen vor seinem Tod)

DIE HÖCHSTE STUFE DER LEBENSKUNST IST DANN ERREICHT, WENN DAS FÜHLENDE HERZ DEN TON ANGIBT UND SICH SCHEINBAR, GANZ NEBENBEI, AUF DAUER, DIE LEICHTIGKEIT DES SEINS ENTFALTET.
Danke

Volker Lauckner / August 2019
(Download: PDF-Datei)

Zitate: Bertolt Brecht, aus „Das Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“, Dreigroschenoper, Gedichte Band II, S.233.  „Keinen verderben zu lassen…“ Gedichte über die Liebe, S.218

 

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